Medizinische Muskelstimulation

Bewertung

Es handelt sich hier unzweifelhaft um einen signifikanten therapeutischen Forschritt im Vergleich zum TENS-Verfahren. Bisher ist unter den Hochtonfrequenzverfahren nur das Gerät HiToP geprüft und als wirksam befunden worden. Ob andere Verfahren zur elektrischen Muskelstimulation ähnlich wirksam sind, ist unbekannt. Ob bestimmte medikamentöse Maßnahmen besonders gut die elektrische Muskelstimulation unterstützen, ist ebenfalls bisher nicht geprüft.

Als möglicher Mechanismus wird die nach einer elektrischen Stimulation messbar verbesserte lokale Mikrozirkulation diskutiert. Die damit verbundene verbesserte lokale Freisetzung von Stickstoffmonoxid könnte zur Neutralisierung von Sauerstoffradikalen führen, eine anti-inflammatorische Wirkung entfalten und die Insulinresistenz mindern. Weiterhin könnte die hochfrequente Elektrostimulation hormetische Wirkung ausüben. D.h., durch den milden Stress der hochfrequenten elektrischen Reizung würden in den Gewebezellen schützende Abwehrmechanismen induziert werden, welche den schädlichen Folgen der diabetischen Neuropathie entgegenwirken.

Informationen für Ärzte:
  • Diabetische Neuropathie
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