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Medizinische Muskelstimulation
Neu: Elektrische Muskelstimulation |
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In einer Studie des Deutschen Diabetes-Zentrums, dem Leibniz-Institut an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, ist durch Zufall aufgefallen, dass sich bei einer elektrischen Muskelstimulation mit dem HiToP 191-H (GBO Gerätebau, Rimbach) die diabetischen Nervenbeschwerden in den Beinen deutlich besserten. Diese Beobachtung wurde dann in einer kontrollierten wissenschaftlichen Studie überprüft. Als Kontrollgruppe wurde ein bereits bekanntes elektrisches Verfahren, die TENS-Behandlung, angewandt. Die Besserung der Beschwerden war in der HiToP-Gruppe im Vergleich zur TENS-Behandlung deutlich ausgeprägter: Während in der TENS-behandelten Gruppe nur ein Viertel der Patienten eine Besserung der schmerzhaften Symptomatik berichteten, waren es in der HiToP-Gruppe über zwei Drittel. Die Ergebnisse wurden im Jahre 2005 in der führenden europäischen Diabetes-Fachzeitschrift, Diabetologia, publiziert (Zitat: Reichstein et al., Effective treatment of symptomatic diabetic polyneuropathy by jgih-frequency external muscle stimulation. Diabetologia Band 48, S. 824-282; 2005). In dieser Studie konnten einige Patienten sogar die Schmerzmedikamente reduzieren oder absetzen. Andere konnten endlich mal wieder in Ruhe ohne Schmerzen durchschlafen. Interessanterweise merkten die Patienten eine deutliche Besserung der Beschwerden schon nach wenigen Anwendungen der HiToP-Muskelstimulation. Bei der längerfristigen Anwendung berichteten Patienten, dass es auch zu einer Verbesserung der Blutzuckereinstellung gekommen sei. Dies ist nicht erstaunlich, denn es ist bekannt, dass durch regelmäßige Muskelaktivität die Insulinwirksamkeit und die Einstellung des Diabetes verbessert wird. Dies konnte in einer weiteren Studie am Deutschen Diabetes-Zentrum nachgewiesen werden. Interessanterweise blieb im Vergleich zu einer Muskelaktivität mittels Fahrradergometer die Verbesserung der Insulinempfindlichkeit bei externer Muskelstimulation länger erhalten. Wegen der günstigen Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System sollte aber natürlich, wo möglich, nicht zugunsten der elektrischen Stimulation etwa auf körperliche oder sportliche Aktivität verzichtet werden. Eine weitere klinische Studie wurde an der Universitätsklinik Heidelberg in der Medizinischen Klinik 1 (Leiter Prof. Dr. med. P. Nawroth) durchgeführt. Insgesamt 92 Patienten mit Typ 2 Diabetes und diabetischer Neuropathie wurden mit dem HiToP - Gerät acht mal innerhalb von 4 Wochen (2x pro Woche) behandelt. Danach berichteten 73 % der Studienteilnehmer über eine deutliche Minderung der diabetischen Nervenbeschwerden in den Beinen (abgefragte Beschwerden waren Schmerzen, Brennen, Gefühllosigkeit, Taubheitsgefühl und Durchschlafstörung). Obwohl in dieser Studie eine Kontrollgruppe fehlte, waren das Ausmaß und der schnelle Eintritt der Besserung in zeitlichem Zusammenhang mit der elektrischen Muskelstimulation für die Studienärzte und internationale Gutachter überzeugend, sodass die Ergebnisse in einer internationalen Fachzeitschrift publiziert werden konnten (ZItat: Humpert et al., External electric muscle stimulation improves burning sensations and sleeping disturbances in patients with type 2 diabetes and symptomatic neuropathy. Pain Medicine Band 10, S. 413-419; 2009). (Kontaktadresse der Fa. GBO für spezifische Nachfragen: Infoline Tel. 06253-808155, Internet: www.schmerz-med.de und www.hitopcenter.de) Stand: Februar 2010
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